Nun da die Vorlesungen angefangen haben, leide ich unter einem gewissen Zeitmangel. Trotzdem möchte ich mich mal wieder melden, damit Ihr Euch nicht um mich sorgt :).
Am Sonntag hat es hier (endlich) angefangen zu schneien und bis Montagabend nicht aufgehört. Entsprechend beeindruckend war auch die Schneedecke. Auf den Dächern könnts schon ein halber Meter gewesen sein, dort wo der weggeräumte Schnee gestapelt war natürlich deutlich höher, da gab es teilweise ganz schöne Engpässe wenn man die Schneeberge am Straßenrand nur durch kleine Nischen durchschreiten konnte (an deren Boden pures Eis war). Seltsamerweise waren einige Wege vollkommen schneefrei (sowohl hier in der Wohnheimanlage als auch an der Uni), andere dagegen absolut lebensgefährlich (die Treppen hoch zur T-bane waren mit Eis bedeckt) bzw. nur mit Skiern befahrbar (was an der Uni tatsächlich jemand gemacht hat. An dem Gerücht, dass Norweger mit Skiern an den Füßen geboren werden, ist wohl doch was dran). Mittlerweile ist schon wieder einiges weggeschmolzen, aber die Wiesen sind imer noch schön weiß :).
Mit meinen Mathevorlesungen bin ich bisher recht zufrieden. Etwas Angst habe ich noch vor den Prüfungen, die hier ziemlich direkt nach Vorlesungsende (so 1-2 Wochen danach) also auch alle recht schnell nacheinander stattfinden, was bedeutet, dass ich den Stoff tatsächlich schon im Semester verstehen muss... ;)
Der Norwegischkurs ist ganz in Ordnung, allerdings fühle ich mich ziemlich schlecht da drin, da natürlich so einige der anderen Kursteilnehmer schon ein halbes Jahr hier in Oslo waren und sich recht gut ausdrücken können (wobei ich zum Bilden von Sätzen Stunden brauche und auch keine Chance habe zu verstehen, was die Norweger sagen, wenn sie miteinander reden...).
Abendprogramm habe ich auch noch hinreichend viel (wobei dabei immer noch die einzig beteiligten Norweger unsere "buddies" sind) und im Rahmen dessen war ich letzten Freitag zum ersten mal im Pub der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Es ist hier nämlich so, dass jede (so weit ich weiß...) Fakultät einen Pub auf dem Campus hat, wovon ich allerdings bisher nur den einen kenne. Tagsüber kann man dort auch gemütlich Kaffee trinken. Dort gibt's günstige (also wie immer teure, aber nicht ganz so furchtbar schlimm teure) Getränke und eine kleine Tanzfläche, war ziemlich cool :).
Zusammenfassend kann ich sagen, dass es mir immer noch richtig gut geht und ich meine Zeit hier, obwohl sie nun auch etwas Arbeit beinhaltet, genieße :). Für mehr Details könnt Ihr natürlich jederzeit bei mir nachfragen :)
Indien, Norwegen, Schweden, Amerika, Italien, England, Medicusstraße 37, jetzt neu !!! Frankreich !!! jetzt noch neuer: Wieder England 2mal !!! Superneu: Canada und Schottland !!1! Wow, wow: Hong Kong!
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Donnerstag, 22. Januar 2009
Donnerstag, 15. Januar 2009
Oslo - ein gemütliches Zimmer
Keine Sorge, diesmal will ich gar nicht viel schreiben. Allerdings habe ich meine Wohnung mittlerweile so weit eingerichtet, dass ich sie recht gemütlich finde und deshalb kann ich Euch jetzt mal zeigen, wie ich hier so leben:








Das Bad ist recht unspektakulär und die Küche im Moment nicht sehr hübsch (dass sie bei meiner Ankunft verhältnismäßig sauber war, lag wirklich nur an der Abwesenheit von Menschen). Deshalb bleibt es auch bei diesen Bildern, an denen Ihr Euch nun erfreuen dürft :).
Dienstag, 13. Januar 2009
Oslo - Die ersten Erfahrungen an der Uni
So viel ist in den letzten Tagen nicht passiert, aber ich denke es reicht schon wieder um mich zurückzumelden (muss ja schließlich den Simon hier im blog ersetzen, wenn er mich in KL ersetzt ;)).
Am Sonntagaend waren wir gemütlich in einem Jazzclub, haben ein bisschen Musik angehört, ein wenig geplaudert und uns von der "wilden Party" am Samstag erholt ;). War aber wirklich sehr cool.
Gestern war dann mein Norwegischkurs Einstufungstest (und nur der, wie's ausschaut, habe ich normalerweise jeden Montag frei :)). Als der Dozent am Anfang alles auf norwegisch erklärt hat und ich nur die Hälfte verstanden habe (aber man will da natürlich nicht nachfragen wenn man da ist um zu beweisen, wie toll man Norwegisch kann), war ich schonmal recht niedergeschlagen. Danach hieß es dann auch noch, dass der Test mit einem Diktat startet (PANIK: Ich verstehe doch keine Norweger). Das hat dann aber erstaunlich gut funktioniert (wenn sie langsam, deutlich und mit einfachen Vokabeln reden, verstehe ich die Norweger wohl doch ein wenig). Was unangenehmer war, war der 2. Teil, bei dem wir frei schreiben mussten (4 Fragen beantworten, 300 Wörter, das ist bei einem aktiven Wortschatz von ca 50 Wörtern ganz schön unangenehm). Ich persönlich würde sagen, dass mein Text klang, als hätte ihn ein Erstklässler verfasst. Kurze Hauptsätze, immer die gleichen Worte und natürlich auch inhaltlich ziemlich dürftig. Andererseits wollte ich mit dem Test ja auch nur beweisen, dass ich mehr norwegisch kann als Leute, die gar keines können. Das habe ich wohl auch geschafft, denn ich darf tatsächlich den Level 2 Kurs besuchen :).
Gestern Abend haben 2 Französinnen für uns Crêpes gemacht (übrigens mit Bier im Teig :)).War sehr sehr lecker, gerade weil ich aus akuter Kochfaulheit und schlimmem Mensamangel in letzter Zeit fast nur Brot und Müsli esse (aber das neue Brot, das ich mich gekauft habe, ist suuper lecker. Ein bisschen süßlich, sollte es mal mit braunem Käse probieren...).
Heute hatte ich dann meine erste Vorlesung, die algebraische Geometrie. Diese begann mit der großen Hürde den Raum zu finden, denn irgendwie wusste niemand in dem Gebäude, wo der Seminarraum 71 zu finden ist (denn die Raumnummer ist eine ganz andere als die Seminarraumnummer). Aber da außer 0. und 7. Etage nicht viel in Frage kam (es war dann die 7., denn in der 0. Etage gehen die Räume nur bis Raumnr. 030), ließ sich das Problem doch recht schnell lösen. Btw: das Erdgeschoss ist in Norwegen der 1. Stock, aber da ich mich schon daran gewöhnen konnte, dass das Erdgeschoss der 2. Stock ist, ist denke ich diese Umgewöhnung kein problem.
Die Vorlesung war bisher sehr spaßig. Allerdings war mir vorher noch gar nicht aufgefallen, dass sie 6-Stündig ist. Dabei werden immer 3 mal 45 Minuten mit jeweils 15 min Pause dazwischen am Stück gehalten. Das ist allerdings durch die Pausen recht angenehm. Immer wenn ich auf die Idee kam auf meine Uhr zu schauen, war es schon kurz vor der Pause.In meinem Kurs bin ich glaube ich die einzige Nicht-Norwegerin, oder zumindest die einzige, die kein Norwegisch (oder nicht hinreichend viel ;)) kann, allerdings hat der Professor ganz selbstverständlich auf Englisch angefangen (habe schon von anderen gehört, bei denen die Dozenten weniger begeistert davon waren, Englisch sprechen zu müssen). Die Vorlesung war bisher jedenfalls ganz nett. Ist zwar noch nicht viel Spektakuläres passiert, d.h. über den Vorlesungsstil möchte ich noch keine Aussagen treffen, aber der Dozent ist zumindest nett und hat auch bisher noch alles gut erklärt.
Zum Abschluss noch ein Foto, in das ich mich verliebt habe (das um den Sonnenuntergang herum ist der zentrale Platz auf dem Campus):
Und für alle, die mehr Fotos sehen wollen: studivz, facebook oder direkt bei mir nachfragen (e-mail, icq, gibt so viele Möglichkeiten mich zu erreichen :)).Sonntag, 11. Januar 2009
Oslo - Das erste Wochenende
Glücklicherweise werden die Tage langsam etwas ereignisärmer.
Am Freitag haben wir von David, einem anderen "buddy", eine kleine Stadtführung bekommen, bei der wir die wichtigsten Touristeneckpunkte von Oslo angeschaut haben. Sehr beeindruckend war auch der 12.30 Sonnenauf- oder auch -untergang.
Außerdem habe ich dabei zum ersten mal einen Osloer Döner kennen gelernt. Das "Fleisch" was dazu benutzt wurde, sah am Spieß nicht so lecker aus (so wie pures festgeklopftes Brät...). Aber schmecken tut das Zeug gar nicht schlecht (wobei ich da ziemlich hungrig war und deshalb vielleicht nicht ganz objektiv). Statt diversem Krautsalat, gibt es hier oben auf den Döner Soße mit Gurkenstreifen und Mais. Allerdings war er größenmäßig absolut nicht zu bewältigen (also, zumindest für mich).
Im Anschluss an die Stadtführung gab es dann zum ersten mal die International Coffee Hour. Da ist allerdings nichts allzu spektakuläres mehr passiert (wir waren denke ich alle hinreichend müde vom Laufen und Döneressen).
Den Freitagabend habe ich mir dann auch frei genommen.
Gestern Mittag gab es dann die zweite sightseeing tour, diesmal (mehr oder minder) mit dem Bus. Allerdings haben wir die meiste Zeit zunächst im Wikingerschiffmuseum und später im Vigeland Park verbracht. Der Park ist zwar wirklich hübsch (auch gerade mit Schnee), aber nach über einer Stunde fühlen sich doch auch tropische -2° kalt an. (btw: Falls ihr friert, kommt hier her, wir sollen heute sogar Plusgrade bekommen)
Im Sommer soll es dort aber richtig toll sein, voll mit Menschen die grillen, sich sonnen, picknicken oder einfach nur herumlaufen.
Für den Partyabend hat freundlicherweise eine andere buddyine ihre Wohnung zu Vorfeiern zur Verfügung gestellt. War auch wieder eine tolle Gelegenheit (mehr oder minder) neue Leute kennen zu lernen (einer von den "neuen" Bekanntschaften lebt in meinem Flur, ein anderer war der Amerikaner, den ich bei der Polizei kennen gelernt habe).
Abends ging es dann, nachdem wir an einigen geschlossenen oder überfüllten Lokalitäten vorbei gelaufen waren, in einen, nun ja, ich würde es als Pub mit Tanzfläche beschreiben.
Die Musik war etwas gewöhnungsbedürftig (zwar gute Musik, aber nicht gerade die neueste, ging von Elvis bis zum kompletten Dirty Dancing Soundtrack), aber nachdem wir uns daran gewöhnt hatten, konnten wir zumindest bis halb 3 durchtanzen (d.h. eigentlich wurden es immer weniger die getanzt haben. Aber ein harter Kern hat bis dahin durchgehalten). Danach ging dann aber plötzlich die allgemeine Müdigkeit um und wir beschlossen doch ein Taxi heim zu nehmen. Das wird aber denke ich so bald nicht wieder passieren, denn wir waren mit 7 Leuten im Maxitaxi, wollten alle an den selben Ort und haben trotzdem jeder noch 80 NOK (~9 €) bezahlt. Das lag daran, dass bei den Hochrechnungen der Taxipreise noch nicht der Wochenend- und Nachtaufschlag eingerechnet waren. Der Taxifahrer hat uns allerdings erklärt, dass wir noch günstig wegkommen. Mit 2 kleinen Taxis oder wenn wir gar eines angerufen und nicht an der Straße herausgewinkt hätten, hätten wir noch ein ganzes Eck mehr bezahlen dürfen.
So schlimm war es allerdings auch nicht, da wir keinen Eintritt, durch die Preparty auch noch verhältnismäßig geringe Alkoholausgaben und einen wirklich spaßigen Abend hatten.
Und schon bin ich bei heute früh angekommen, wo ich außer frühstücken und bloggen noch nicht allzu viel getan habe.
Also diesmal: Fortsetzung folgt, wenn wieder was passiert :).
Am Freitag haben wir von David, einem anderen "buddy", eine kleine Stadtführung bekommen, bei der wir die wichtigsten Touristeneckpunkte von Oslo angeschaut haben. Sehr beeindruckend war auch der 12.30 Sonnenauf- oder auch -untergang.

Außerdem habe ich dabei zum ersten mal einen Osloer Döner kennen gelernt. Das "Fleisch" was dazu benutzt wurde, sah am Spieß nicht so lecker aus (so wie pures festgeklopftes Brät...). Aber schmecken tut das Zeug gar nicht schlecht (wobei ich da ziemlich hungrig war und deshalb vielleicht nicht ganz objektiv). Statt diversem Krautsalat, gibt es hier oben auf den Döner Soße mit Gurkenstreifen und Mais. Allerdings war er größenmäßig absolut nicht zu bewältigen (also, zumindest für mich).
Im Anschluss an die Stadtführung gab es dann zum ersten mal die International Coffee Hour. Da ist allerdings nichts allzu spektakuläres mehr passiert (wir waren denke ich alle hinreichend müde vom Laufen und Döneressen).
Den Freitagabend habe ich mir dann auch frei genommen.
Gestern Mittag gab es dann die zweite sightseeing tour, diesmal (mehr oder minder) mit dem Bus. Allerdings haben wir die meiste Zeit zunächst im Wikingerschiffmuseum und später im Vigeland Park verbracht. Der Park ist zwar wirklich hübsch (auch gerade mit Schnee), aber nach über einer Stunde fühlen sich doch auch tropische -2° kalt an. (btw: Falls ihr friert, kommt hier her, wir sollen heute sogar Plusgrade bekommen)
Im Sommer soll es dort aber richtig toll sein, voll mit Menschen die grillen, sich sonnen, picknicken oder einfach nur herumlaufen.
Für den Partyabend hat freundlicherweise eine andere buddyine ihre Wohnung zu Vorfeiern zur Verfügung gestellt. War auch wieder eine tolle Gelegenheit (mehr oder minder) neue Leute kennen zu lernen (einer von den "neuen" Bekanntschaften lebt in meinem Flur, ein anderer war der Amerikaner, den ich bei der Polizei kennen gelernt habe).
Abends ging es dann, nachdem wir an einigen geschlossenen oder überfüllten Lokalitäten vorbei gelaufen waren, in einen, nun ja, ich würde es als Pub mit Tanzfläche beschreiben.
Die Musik war etwas gewöhnungsbedürftig (zwar gute Musik, aber nicht gerade die neueste, ging von Elvis bis zum kompletten Dirty Dancing Soundtrack), aber nachdem wir uns daran gewöhnt hatten, konnten wir zumindest bis halb 3 durchtanzen (d.h. eigentlich wurden es immer weniger die getanzt haben. Aber ein harter Kern hat bis dahin durchgehalten). Danach ging dann aber plötzlich die allgemeine Müdigkeit um und wir beschlossen doch ein Taxi heim zu nehmen. Das wird aber denke ich so bald nicht wieder passieren, denn wir waren mit 7 Leuten im Maxitaxi, wollten alle an den selben Ort und haben trotzdem jeder noch 80 NOK (~9 €) bezahlt. Das lag daran, dass bei den Hochrechnungen der Taxipreise noch nicht der Wochenend- und Nachtaufschlag eingerechnet waren. Der Taxifahrer hat uns allerdings erklärt, dass wir noch günstig wegkommen. Mit 2 kleinen Taxis oder wenn wir gar eines angerufen und nicht an der Straße herausgewinkt hätten, hätten wir noch ein ganzes Eck mehr bezahlen dürfen.So schlimm war es allerdings auch nicht, da wir keinen Eintritt, durch die Preparty auch noch verhältnismäßig geringe Alkoholausgaben und einen wirklich spaßigen Abend hatten.
Und schon bin ich bei heute früh angekommen, wo ich außer frühstücken und bloggen noch nicht allzu viel getan habe.
Also diesmal: Fortsetzung folgt, wenn wieder was passiert :).
Freitag, 9. Januar 2009
Oslo - Orientation days
Soo, nun muss ich mal weiter schreiben bevor ich alles vergesse :).
Am Mittwoch gab es nun also die ersten Veranstaltungen für uns ausländische Studenten.
Zunächst gab es Begrüßungen von diversen Leuten stellvertretend für diverse Organisationen, die sich gerne vorstellen wollten.
Danach haben wir unsere "buddies" kennengelernt. Das sind norwegische Studenten, die jeweils eine Gruppe von ausländischen Studenten zugeteilt bekommen, um die sie sich zu kümmern haben. Ich glaube wie genau das kümmern aussieht steht nicht fest, aber die Jungs, die meine Gruppe betreuen machen das ziemlich gut. Zunächst wurde zum Kennenlernen ein wenig geplaudert, teils mit Kakao (sehr schokoladig) und Schokobrötchen, was prompt dazu geführt hat, dass wir unseren Norwegischeinstufungstest verpasst haben (macht aber nichts, den können wir am Montag nachholen). Danach gab's noch eine Campustour, die dann in einem Café in der Stadt endete. Abends haben sich dann alle ausländischen Studenten im Chateau Neuf getroffen, was ein Haus ist, in dem sich eine Bar und ein Café befinden, welche von Studenten betrieben werden und dadurch sehr günstige (also, weniger teure) Preise haben. Dort haben wir dann noch etwas über den Norweger an sich gelernt (z.B. Dass Du, wenn Du einen lächelnden Norweger auf der Straße triffst, davon ausgehen kannst, dass er betrunken, verrückt oder ein Amerikaner ist) und braunen Käse probieren können (schmeckt wie ganz normaler Käse vermischt mit Zucker, etas seltsam, aber ganz typisch norwegisch).
Gestern früh gab es dann noch ein Erasmus-Information-Treffen, bei dem im Wesentlichen noch einmal alles wiederholt wurde, was wir eh schon wussten.
Der Tag war allerdings deshalb ein ganz entscheidender, weil ich, wie ihr ja bemerkt haben könntet, endlich Internet bekommen habe.
Ich denke, dies ist ein guter Zeitpunkt um zu berichten, warum mich mein Internet so viele Nerven gekostet hat.
Zunächst einmal habe ich gleich beim "einchecken" im Wohnheim ein Zettelchen ausgefüllt und die Ansage bekommen, dass es einige Tage dauern könnte bis ich ins Internet komme. Da hatte ich noch die Vorstellung, dass ich einfach nach "einigen Tagen" mein Lan-Kabel einstöpsel und dann ins Internet kann.
Als ich allerdings am Dienstag bei der Polizei einen amerikanischen Studenten traf, der mir sagte, dass es bei ihm 10 Minuten dauerte, bis sein Internet lief, da alle Konfigurationen, die zu machen waren, ja auf dem Zettel standen, war ich ziemlich irritiert, denn ich war darauf eingestellt einige Tage zu warten und hatte keinerlei erklärende Zettel bekommen. Leider kam ich zu spät zum Wohnheim um mich an dem Tag noch zu beschweren.
Deshalb ging ich dann Montag früh um 8 direkt zur Rezeption und fragte, wie ich denn nun Internet bekomme. Da musste ich feststellen, dass der von mir am ersten Tag abgegebene Zettel wohl nichts bewirkt hat, doch die nette Dame machte einige Einstellungen und ich bekam auch die von dem Amerikaner erwähnte Anleitung, aber es sollte immer noch etwa eine Stunde dauern, bis ich mit dem Einrichten anfangen konnte. Da ich leider keine Stunde mehr bis zu Abfahrt warten konnte, musste ich also die Weiterarbeit am Projekt Internet wieder verschieben. Am Nachmittag hatte ich dann tatsächlich ein Stündchen frei, habe versucht alles zu machen was auf dem Zettel stand, aber das ging leider nicht. Obwohl ich mich durch alles durchgeklickt habe, von dem ich mir vorstellen konnte, dass es helfen könnte (insbesondere durch alle relevanten und weniger relevanten Windows-Hilfe-Seiten) wollte es einfach nicht so wie ich. Nun gut, ich musste zum Abendprogramm und das Problem weiterverschieben.
Als ich nun also am Donnerstagmorgen an der Uni war, fand ich tatsächlich (eher durch Zufall) einen internetfähigen Rechner, auf dem ich mich einloggen konnte. Dort sah ich mir dann mal die Tips auf der Internet(!!!)seite der IT-Menschen zum Einrichten des Internets(!!!) an (ich hoffe Euch ist klar, warum diese Hilfe an einem wirklich ungeeigneten Ort zu finden ist). Da stand dann aber der entscheidende Hinweis (à la alle Leute, die Service Pack 3 installiert haben, müssen ganz wilde Sachen anstellen) mit dem ich, wieder in meinem Zimmer angekommen, das Internet zum laufen brachte. Entsprechend verbrachte ich den ganzen Vor- und Nachmittag damit e-mails zu schreiben, im icq Kontakt aufzunehmen, im blog zu spamen und diverse Sachen für die Uni zu organisieren (denn jeder, der mir in den letzten Tagen irgendwas erzählt hatte, hatte in der ein oder anderen Form aufs Internet verwiesen).
Am Abend gab es dann aber noch ein Special-Events-Info-Meeting, was zum größten Teil daraus bestand, dass uns eine Frau viele viele Fotos von einer Hiking Tour zeigte, bei der man gaaaanz hohe Berge erklimmt, die hier für Studenten angeboten wird (es gibt auch noch diverse andere Aktionen, aber für diese eine wurde glaube ich mehr als die Hälfte der Zeit genutzt).
Danach haben wir jedoch einen unserer buddies, den Filip, getroffen, der für uns ein Abendprogramm organisiert hatte. Ursprünglich war das so geplant, dass wir bei einem Freund vom Filip vorfeiern (das so genannte Vorspil (keine Garantie für die Schreibweise), was hier zwingend vorm weggehen geschehen muss, weil das Bier im Supermarkt zwar auch teuer, aber noch nahezu bezahlbar ist). Das Vorfeiern war dann auch ziemlich spaßig (da wir nur 6 Leute aus der buddy-Gruppe waren, haben da einige einiges verpasst) und ich habe dadurch echte Norweger kennen gelernt :), als es dann aber an der Zeit war, dass die letzte U-Bahn fuhr (die fährt um ca 0.15 in der Stadt los), wurde beschlossen, dass die Vor-Party auch die ganze Party gewesen sein sollte. Das Problem hier ist nämlich, dass mein Wohnheim nicht zum nach-Haus-laufen geeignet ist (ich habe es noch nicht probiert, aber mir wurde gesagt, dass man es aus der Stadt nicht versuchen sollte). Ein Taxi hat wiederum das Problem, dass es selbst vollbesetzt noch jede Person 60-70 NOK kostet (also ~7 €) (wobei ich das ebenfalls bisher nur gerüchtweise erfahren habe) und das will man ja nicht unbedingt 3 mal am Wochenende bezahlen (und findet vielleicht auch nicht immer genau 4 Leute, die zum Wohnheim wollen)...
Deshalb hat der Filip auch den Auftrag bekommen uns für Samstag nicht nur einen Ort fürs Vorspil sondern auch noch einen fürs Nachspil zu organisieren, damit wir einfach bis zum ersten Zug am Morgen feiern können.
Das war schon wieder eine Menge Text, also werde ich den Bericht zum heutigen Tag auf morgen verschieben (ist ja auch schon spät...).
Am Mittwoch gab es nun also die ersten Veranstaltungen für uns ausländische Studenten.
Zunächst gab es Begrüßungen von diversen Leuten stellvertretend für diverse Organisationen, die sich gerne vorstellen wollten.
Danach haben wir unsere "buddies" kennengelernt. Das sind norwegische Studenten, die jeweils eine Gruppe von ausländischen Studenten zugeteilt bekommen, um die sie sich zu kümmern haben. Ich glaube wie genau das kümmern aussieht steht nicht fest, aber die Jungs, die meine Gruppe betreuen machen das ziemlich gut. Zunächst wurde zum Kennenlernen ein wenig geplaudert, teils mit Kakao (sehr schokoladig) und Schokobrötchen, was prompt dazu geführt hat, dass wir unseren Norwegischeinstufungstest verpasst haben (macht aber nichts, den können wir am Montag nachholen). Danach gab's noch eine Campustour, die dann in einem Café in der Stadt endete. Abends haben sich dann alle ausländischen Studenten im Chateau Neuf getroffen, was ein Haus ist, in dem sich eine Bar und ein Café befinden, welche von Studenten betrieben werden und dadurch sehr günstige (also, weniger teure) Preise haben. Dort haben wir dann noch etwas über den Norweger an sich gelernt (z.B. Dass Du, wenn Du einen lächelnden Norweger auf der Straße triffst, davon ausgehen kannst, dass er betrunken, verrückt oder ein Amerikaner ist) und braunen Käse probieren können (schmeckt wie ganz normaler Käse vermischt mit Zucker, etas seltsam, aber ganz typisch norwegisch).
Gestern früh gab es dann noch ein Erasmus-Information-Treffen, bei dem im Wesentlichen noch einmal alles wiederholt wurde, was wir eh schon wussten.
Der Tag war allerdings deshalb ein ganz entscheidender, weil ich, wie ihr ja bemerkt haben könntet, endlich Internet bekommen habe.
Ich denke, dies ist ein guter Zeitpunkt um zu berichten, warum mich mein Internet so viele Nerven gekostet hat.
Zunächst einmal habe ich gleich beim "einchecken" im Wohnheim ein Zettelchen ausgefüllt und die Ansage bekommen, dass es einige Tage dauern könnte bis ich ins Internet komme. Da hatte ich noch die Vorstellung, dass ich einfach nach "einigen Tagen" mein Lan-Kabel einstöpsel und dann ins Internet kann.
Als ich allerdings am Dienstag bei der Polizei einen amerikanischen Studenten traf, der mir sagte, dass es bei ihm 10 Minuten dauerte, bis sein Internet lief, da alle Konfigurationen, die zu machen waren, ja auf dem Zettel standen, war ich ziemlich irritiert, denn ich war darauf eingestellt einige Tage zu warten und hatte keinerlei erklärende Zettel bekommen. Leider kam ich zu spät zum Wohnheim um mich an dem Tag noch zu beschweren.
Deshalb ging ich dann Montag früh um 8 direkt zur Rezeption und fragte, wie ich denn nun Internet bekomme. Da musste ich feststellen, dass der von mir am ersten Tag abgegebene Zettel wohl nichts bewirkt hat, doch die nette Dame machte einige Einstellungen und ich bekam auch die von dem Amerikaner erwähnte Anleitung, aber es sollte immer noch etwa eine Stunde dauern, bis ich mit dem Einrichten anfangen konnte. Da ich leider keine Stunde mehr bis zu Abfahrt warten konnte, musste ich also die Weiterarbeit am Projekt Internet wieder verschieben. Am Nachmittag hatte ich dann tatsächlich ein Stündchen frei, habe versucht alles zu machen was auf dem Zettel stand, aber das ging leider nicht. Obwohl ich mich durch alles durchgeklickt habe, von dem ich mir vorstellen konnte, dass es helfen könnte (insbesondere durch alle relevanten und weniger relevanten Windows-Hilfe-Seiten) wollte es einfach nicht so wie ich. Nun gut, ich musste zum Abendprogramm und das Problem weiterverschieben.
Als ich nun also am Donnerstagmorgen an der Uni war, fand ich tatsächlich (eher durch Zufall) einen internetfähigen Rechner, auf dem ich mich einloggen konnte. Dort sah ich mir dann mal die Tips auf der Internet(!!!)seite der IT-Menschen zum Einrichten des Internets(!!!) an (ich hoffe Euch ist klar, warum diese Hilfe an einem wirklich ungeeigneten Ort zu finden ist). Da stand dann aber der entscheidende Hinweis (à la alle Leute, die Service Pack 3 installiert haben, müssen ganz wilde Sachen anstellen) mit dem ich, wieder in meinem Zimmer angekommen, das Internet zum laufen brachte. Entsprechend verbrachte ich den ganzen Vor- und Nachmittag damit e-mails zu schreiben, im icq Kontakt aufzunehmen, im blog zu spamen und diverse Sachen für die Uni zu organisieren (denn jeder, der mir in den letzten Tagen irgendwas erzählt hatte, hatte in der ein oder anderen Form aufs Internet verwiesen).
Am Abend gab es dann aber noch ein Special-Events-Info-Meeting, was zum größten Teil daraus bestand, dass uns eine Frau viele viele Fotos von einer Hiking Tour zeigte, bei der man gaaaanz hohe Berge erklimmt, die hier für Studenten angeboten wird (es gibt auch noch diverse andere Aktionen, aber für diese eine wurde glaube ich mehr als die Hälfte der Zeit genutzt).
Danach haben wir jedoch einen unserer buddies, den Filip, getroffen, der für uns ein Abendprogramm organisiert hatte. Ursprünglich war das so geplant, dass wir bei einem Freund vom Filip vorfeiern (das so genannte Vorspil (keine Garantie für die Schreibweise), was hier zwingend vorm weggehen geschehen muss, weil das Bier im Supermarkt zwar auch teuer, aber noch nahezu bezahlbar ist). Das Vorfeiern war dann auch ziemlich spaßig (da wir nur 6 Leute aus der buddy-Gruppe waren, haben da einige einiges verpasst) und ich habe dadurch echte Norweger kennen gelernt :), als es dann aber an der Zeit war, dass die letzte U-Bahn fuhr (die fährt um ca 0.15 in der Stadt los), wurde beschlossen, dass die Vor-Party auch die ganze Party gewesen sein sollte. Das Problem hier ist nämlich, dass mein Wohnheim nicht zum nach-Haus-laufen geeignet ist (ich habe es noch nicht probiert, aber mir wurde gesagt, dass man es aus der Stadt nicht versuchen sollte). Ein Taxi hat wiederum das Problem, dass es selbst vollbesetzt noch jede Person 60-70 NOK kostet (also ~7 €) (wobei ich das ebenfalls bisher nur gerüchtweise erfahren habe) und das will man ja nicht unbedingt 3 mal am Wochenende bezahlen (und findet vielleicht auch nicht immer genau 4 Leute, die zum Wohnheim wollen)...
Deshalb hat der Filip auch den Auftrag bekommen uns für Samstag nicht nur einen Ort fürs Vorspil sondern auch noch einen fürs Nachspil zu organisieren, damit wir einfach bis zum ersten Zug am Morgen feiern können.
Das war schon wieder eine Menge Text, also werde ich den Bericht zum heutigen Tag auf morgen verschieben (ist ja auch schon spät...).
Donnerstag, 8. Januar 2009
Oslo - Reise und Tag 1 und 2
Da ich nun endlich Internet habe, wird es Zeit, mich lebend zu melden und von meinen ersten Erfahrungen hier zu berichten.
Wie ihr vielleicht nicht alle wisst, bin ich mit dem Schiffchen von Kiel nach Oslo gefahren (nach Kiel hatte ich praktischerweise ein Privattaxi, da meine Mutter die Gelegenheit genutzt hat um dort eine Freundin zu besuchen).
Die Fähre nach Oslo ist eine Art Mini-Kreuzfahrtschiff, d.h. dort gibt es ein paar Restaurants und Geschäfte, abends ein kurzes Showprogramm, sogar ein kleines "Aqualand" zum baden, was allerdings für die Größe etwas überteuert ist, und jeder hat eine Übernachtungskabine. War prinzipiell ganz spaßig, aber 20 Stunden allein auf dem Schiff rumzuhängen wird irgendwann doch etwas langweilig (selbst wenn man einige Stunden davon schläft).
Was allerdings wirklich schön ist, ist die Aussicht auf dem letzten Stückchen Fahrstrecke, nämlich die Einfahrt in
den Oslofjord. Wir sind dort mit dem Sonnenaufgang hineingefahren,was wirklich sehr idyllisch war (überall Berge mit kleinen Häuschen und viel Schnee), wenn auch eiskalt.
Weniger idyllisch ging es dann auf dem Weg zum Wohnheim weiter. Da ich geschätzte 10 Tonnen Gepäck mitgenommen habe, war wirklich jeder Schritt zu viel.
Der Weg mit Bus und Bahn zum Wohnheim war deshalb eine wirkliche Tortur (besonders, weil ich, eigentlich fast am Ziel angekommen, nochmal ein ganzes Stück in die falsche Richtung losgelaufen bin). Aber ich habe es letztendlich geschafft die Rezeption zu finden und durfte dort zum ersten mal in Norwegen eine Nummer ziehen (Das Nummernziehen ist hier scheinbar recht verbreitet überall wo man auf irgendetwas wartet. Das erspart es einem, sich in Warteschlangen die Beine in den Bauch zu stehen).
Da ich mir mehrere Zimmer anschauen durfte, weiß ich auch, dass ich es hier ganz gut getroffen habe. Das heißt, die Zimmer sind im Wesentlichen gleich, aber ich habe einen Badezimmerpartner und 6 Leute mit denen ich mir die Küche teile. Von den anderen beiden Badezimmern, die ich gesehen habe, roch eines so, als wäre es der Raucheraum des Flurs und das zweite sah wirklich nicht aus, als würde man dort sauberer hinausgehen als man hinein kommt. Mein Bad dagegen ist sauber und ordentlich und mein Mitbewohner wirkt auch sehr nett (wobei ich mich nur recht kurz mit ihm unterhalten habe). Auch die beiden anderen Jungs von meine Flur, die ich bisher kennen gelernt habe (die anderen sind wohl noch nicht da, denn die Vorlesungen starten erst nächste Woche), waren absolut freundlich. Ich denke also, dass ich mit dem Zimmer wirklich Glück gehabt habe. Auch die Küche ist erstaunlich ordentlich (7 Leute nutzen eine Küche und keine professionelle Reinigungskraft, die für Ordnung sorgt...), wobei das auch daran liegen kann, dass so wenige Leute da sind.
Ein weiterer Vorteil an der Küche ist, dass frühere Studentengenerationen dort jede Menge Kücheneinrichtung stehen lassen haben (denn Dinge wie ein Wasserkocher oder Geschirr sollten laut Beschreibung nicht zur Verfügung stehen).
Da ich hinreichend geschafft von der Reise war, habe ich außer einer kleinen Shoppingtour (na ja, Shoppingtour ist etwas viel gesagt, ich habe mir eine Handykarte und ein Buch gekauft :)) am ersten Tag noch nicht viel gemacht.
Der zweite Tag war dafür umso aufregender, denn an diesem Tag habe ich mich bei der Polizei hier regstriert. Das hieß früh aufstehen (wer als erster da ist muss weniger warten) und in die Stadt fahren, wo ich allerdings auf halber Fahrt bemerkt habe, dass ich meinen Pass nicht mitgenommen hatte (wobei sich hinterher herausgestellt hat, dass auch der Perso genügt hätte...). Jedenfalls bin ich deshalb noch einmal zurückgefahren und habe dadurch meinen Frühaufstehenbonus verloren und eine viel zu hohe Nummer gezogen, die dafür gesorgt hat, dass ich ca 5 Stunden warten durfte. Dabei habe ich mich auch nicht wirklich getraut allzu weit weg von der Polizei zu laufen (ich will ja schließlich nicht weg sein, wenn meine Nummer aufgerufen wird). Doch als ich dann endlich dran war, hat es kaum eine Minute gedauert bis ich fertig war (wäre das bei allen so schnell gegangen, hätte ich vielleicht eine halbe Stunde warten müssen).
Zum Glück war der Tag aber noch jung genug um einen kleinen Abstecher zur Uni (dort war noch ein Welcome-Package abzuholen) und meinen ersten Ausflug zu IKEA (allein schon wegen des billigen Essens dort werden sicher noch weitere folgen) zu machen. Oslo hat sogar 2 IKEAs und diese werden aus der Innenstadt mit Gratisbussen angefahren. Dass ich unbedingt zu IKEA musste hatte einige Gründe, aber der wichtigste war, dass meine Heizung es nicht geschafft hat, mein Zimmer auf mehr als 14 Grad zu bringen, da durch die Fenster ziemlich viel eiskalte Luft hineinströmt (man sollte meinen hier müssten die Leute wissen, dass es schlau ist, gut zu isolieren, aber das scheint nicht der Fall zu sein). Meine schönen neuen IKEA-Vorhänge haben da sehr geholfen (derzeit ca 19 Grad). Auch mein Zimmer wollte ich etwas wohnlicher gestalten, da nur Bett, Tisch und Regal doch etwas wenig Einrichtung sind.
Um Euch nicht mit zu langen Texten abzuschrecken, höre ich jetzt auch am Ende von Tag 2 auf und fahre später mit meinen Erzählungen fort.
Wie ihr vielleicht nicht alle wisst, bin ich mit dem Schiffchen von Kiel nach Oslo gefahren (nach Kiel hatte ich praktischerweise ein Privattaxi, da meine Mutter die Gelegenheit genutzt hat um dort eine Freundin zu besuchen).
Die Fähre nach Oslo ist eine Art Mini-Kreuzfahrtschiff, d.h. dort gibt es ein paar Restaurants und Geschäfte, abends ein kurzes Showprogramm, sogar ein kleines "Aqualand" zum baden, was allerdings für die Größe etwas überteuert ist, und jeder hat eine Übernachtungskabine. War prinzipiell ganz spaßig, aber 20 Stunden allein auf dem Schiff rumzuhängen wird irgendwann doch etwas langweilig (selbst wenn man einige Stunden davon schläft).
Was allerdings wirklich schön ist, ist die Aussicht auf dem letzten Stückchen Fahrstrecke, nämlich die Einfahrt in
den Oslofjord. Wir sind dort mit dem Sonnenaufgang hineingefahren,was wirklich sehr idyllisch war (überall Berge mit kleinen Häuschen und viel Schnee), wenn auch eiskalt.Weniger idyllisch ging es dann auf dem Weg zum Wohnheim weiter. Da ich geschätzte 10 Tonnen Gepäck mitgenommen habe, war wirklich jeder Schritt zu viel.
Der Weg mit Bus und Bahn zum Wohnheim war deshalb eine wirkliche Tortur (besonders, weil ich, eigentlich fast am Ziel angekommen, nochmal ein ganzes Stück in die falsche Richtung losgelaufen bin). Aber ich habe es letztendlich geschafft die Rezeption zu finden und durfte dort zum ersten mal in Norwegen eine Nummer ziehen (Das Nummernziehen ist hier scheinbar recht verbreitet überall wo man auf irgendetwas wartet. Das erspart es einem, sich in Warteschlangen die Beine in den Bauch zu stehen).
Da ich mir mehrere Zimmer anschauen durfte, weiß ich auch, dass ich es hier ganz gut getroffen habe. Das heißt, die Zimmer sind im Wesentlichen gleich, aber ich habe einen Badezimmerpartner und 6 Leute mit denen ich mir die Küche teile. Von den anderen beiden Badezimmern, die ich gesehen habe, roch eines so, als wäre es der Raucheraum des Flurs und das zweite sah wirklich nicht aus, als würde man dort sauberer hinausgehen als man hinein kommt. Mein Bad dagegen ist sauber und ordentlich und mein Mitbewohner wirkt auch sehr nett (wobei ich mich nur recht kurz mit ihm unterhalten habe). Auch die beiden anderen Jungs von meine Flur, die ich bisher kennen gelernt habe (die anderen sind wohl noch nicht da, denn die Vorlesungen starten erst nächste Woche), waren absolut freundlich. Ich denke also, dass ich mit dem Zimmer wirklich Glück gehabt habe. Auch die Küche ist erstaunlich ordentlich (7 Leute nutzen eine Küche und keine professionelle Reinigungskraft, die für Ordnung sorgt...), wobei das auch daran liegen kann, dass so wenige Leute da sind.
Ein weiterer Vorteil an der Küche ist, dass frühere Studentengenerationen dort jede Menge Kücheneinrichtung stehen lassen haben (denn Dinge wie ein Wasserkocher oder Geschirr sollten laut Beschreibung nicht zur Verfügung stehen).
Da ich hinreichend geschafft von der Reise war, habe ich außer einer kleinen Shoppingtour (na ja, Shoppingtour ist etwas viel gesagt, ich habe mir eine Handykarte und ein Buch gekauft :)) am ersten Tag noch nicht viel gemacht.
Der zweite Tag war dafür umso aufregender, denn an diesem Tag habe ich mich bei der Polizei hier regstriert. Das hieß früh aufstehen (wer als erster da ist muss weniger warten) und in die Stadt fahren, wo ich allerdings auf halber Fahrt bemerkt habe, dass ich meinen Pass nicht mitgenommen hatte (wobei sich hinterher herausgestellt hat, dass auch der Perso genügt hätte...). Jedenfalls bin ich deshalb noch einmal zurückgefahren und habe dadurch meinen Frühaufstehenbonus verloren und eine viel zu hohe Nummer gezogen, die dafür gesorgt hat, dass ich ca 5 Stunden warten durfte. Dabei habe ich mich auch nicht wirklich getraut allzu weit weg von der Polizei zu laufen (ich will ja schließlich nicht weg sein, wenn meine Nummer aufgerufen wird). Doch als ich dann endlich dran war, hat es kaum eine Minute gedauert bis ich fertig war (wäre das bei allen so schnell gegangen, hätte ich vielleicht eine halbe Stunde warten müssen).
Zum Glück war der Tag aber noch jung genug um einen kleinen Abstecher zur Uni (dort war noch ein Welcome-Package abzuholen) und meinen ersten Ausflug zu IKEA (allein schon wegen des billigen Essens dort werden sicher noch weitere folgen) zu machen. Oslo hat sogar 2 IKEAs und diese werden aus der Innenstadt mit Gratisbussen angefahren. Dass ich unbedingt zu IKEA musste hatte einige Gründe, aber der wichtigste war, dass meine Heizung es nicht geschafft hat, mein Zimmer auf mehr als 14 Grad zu bringen, da durch die Fenster ziemlich viel eiskalte Luft hineinströmt (man sollte meinen hier müssten die Leute wissen, dass es schlau ist, gut zu isolieren, aber das scheint nicht der Fall zu sein). Meine schönen neuen IKEA-Vorhänge haben da sehr geholfen (derzeit ca 19 Grad). Auch mein Zimmer wollte ich etwas wohnlicher gestalten, da nur Bett, Tisch und Regal doch etwas wenig Einrichtung sind.
Um Euch nicht mit zu langen Texten abzuschrecken, höre ich jetzt auch am Ende von Tag 2 auf und fahre später mit meinen Erzählungen fort.
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